Produkt-Bundles, ASK/D2C Summit und Ads in ChatGPT
Produkt-Bundles: neue Vorgaben zur Originalverpackung ab 11. Januar 2027
Ab dem 11. Januar 2027 gilt für die meisten Produkt-Bundles, die unter einer einzigen ASIN gelistet sind, dass sie in der Originalverpackung des Herstellers oder der Marke verkauft werden müssen. Amazon aktualisiert damit die Richtlinien für Produkt-Bundles und lockert gleichzeitig einige bisherige Einschränkungen. Diese Lockerung betrifft aber vorerst nur die USA.
Ausnahmen von der Vorgabe
Nicht original verpackte Bundles bleiben in drei Fällen zulässig:
- Bei autorisiert umverpackten Produkten mit entsprechender Autorisierungsbescheinigung des Markenrechteinhabers
- Bei Bundles in den ausgenommenen Kategorien Geschenke
- Bei Kameraprodukten sowie bei virtuellen Bundles über die Funktion Virtual Bundles, die rechtlich nicht als gemeinsam verpackt gelten
Neue Möglichkeiten und Fristen
Gleichzeitig öffnet Amazon Bundles künftig auch für die Kategorien Bücher, Musik, Videos und DVDs sowie Videospiele, für Bundles mit sekundären generischen Produkten oder Serviceplänen, für Bundles mit Gutscheinen und, mit schriftlicher Genehmigung, für markenübergreifende Bundles in der Kategorie Verbrauchsmaterialien. Wer Bundles verkauft, kann nicht konformen Lagerbestand bis zum 11. Januar 2027 abverkaufen, danach werden betroffene Angebote deaktiviert und als Verstoß im Dashboard Verkäuferleistung angezeigt.
ASK/D2C Summit: Jetzt die letzten Tickets sichern
Nächste Woche ist es soweit: Am 7. und 8. Oktober öffnet zum ersten Mal der ASK I D2C Summit als eigene Veranstaltung seine Türen, in der Orangerie in Fulda.
Amazon war für viele Marken der Einstieg in den digitalen Vertrieb, heute geht es um mehr: wie sich ein eigenes D2C-Geschäft aufbauen lässt, wie Online-Shop, Marktplätze und stationärer Handel zusammenspielen, ohne sich gegenseitig ins Gehege zu kommen, und woraus am Ende nachhaltiges Wachstum statt kurzfristiger Spitzen entsteht.
Mit dabei sind unter anderem Stabilo, Kellanova, Freudenberg und Brennenstuhl, die offen über ihre eigenen Entscheidungen, Umwege und Learnings sprechen, ganz ohne Sales-Pitch. Wer mitdiskutieren will statt nur zuzuhören, ist hier richtig, egal ob man D2C schon länger betreibt oder gerade erst strategisch einsteigt.
Das Schöne: Mit dem Code REVOIC-HYBRID gibt es beim Ticket noch einen 15 % Preisvorteil obendrauf. Jetzt Ticket sichern.
Amazon Ads kündigt Werbeintegration mit ChatGPT an
Amazon Ads hat eine Partnerschaft mit OpenAI angekündigt, über die sich Amazon Ads-Kampagnen künftig auch auf ein konversationelles Werbeerlebnis in ChatGPT ausweiten lassen. Ausgewählte Werbetreibende in den USA testen das Format aktuell im Rahmen eines Pilotprojekts. „Konversationelle Werbeanzeigen sind die am schnellsten wachsende Interaktionsmöglichkeit für Marken, neue und bestehende Zielgruppen zu erreichen“, erläutert Chris Conetta, Director of Omnichannel Supply bei Amazon DSP, dazu.
Was das für Seller und Vendoren mit Ads-Kampagnen bedeutet
Die Integration läuft ausschließlich über Amazon DSP, für klassische Sponsored-Ads-Kampagnen steht sie nicht zur Verfügung. Betroffen sind damit vor allem Vendoren und Seller, die zusätzlich zu ihren Sponsored-Ads-Kampagnen auch programmatische Kampagnen über die Amazon DSP schalten und ihre Planung, Erstellung und Optimierung bereits über den gesamten Funnel hinweg ausrichten. Für sie soll die Integration die Reichweite auf aktive ChatGPT-Nutzer ausdehnen, während diese Optionen erkunden, Möglichkeiten vergleichen und Kaufentscheidungen treffen, zusätzlich zu den bisherigen Amazon-eigenen und externen Werbeflächen. Amazon betont dabei, dass die Kampagnensteuerung auf denselben firmeneigenen Kauf-, Browsing- und Streamingsignalen beruht wie im übrigen Amazon-Ads-Angebot, und zwar ohne Rückgriff auf klassische Werbekennungen.
Erste Reaktionen aus dem Pilotprojekt
Delta Vacations gehört zu den ersten teilnehmenden Marken. „Durch unsere Zusammenarbeit mit Amazon Ads und ChatGPT Ads können wir umfassende Kunden-Insights nutzen, um zu erfahren, wie und wann Delta Vacations in den ChatGPT Ads-Erlebnissen erscheint“, so Präsidentin Katrin Koenig. Erste Eindrücke aus der laufenden Pilotphase werden zudem bereits auf LinkedIn geteilt, öffentlich verfügbare Performance-Daten gibt es bisher aber nicht.
Für 2026 setzen wir auf neue Marketing-Kanäle, um euch mit aktuellen Amazon Updates zu versorgen: Unser REVOIC-Podcast kommt jeden zweiten Freitag auf YouTube, Spotify und Apple Podcasts. Freut euch auf regelmäßig frische Inhalte und spannende Deep-Dive-Themen.
Wir freuen uns auf euer Feedback!
Pan-EU-Versand: Pflichtangebote in den Niederlanden und bald in Belgien
Seit dem 3. September 2026 brauchen alle Produkte mit paneuropäischem Versand durch Amazon, neue wie bereits bestehende, zusätzlich zu den bisherigen Angebotsanforderungen ein aktives Angebot in den Niederlanden. Ab dem 26. Februar 2027 gilt bei der Registrierung dieselbe Pflicht auch für Belgien, informiert wird darüber laut Amazon mindestens 30 Tage vorher.
Ausnahmen von der Angebotspflicht
Eine zeitlich begrenzte oder unbegrenzte Befreiung ist möglich, etwa wenn das Produkt einer Verkaufsbeschränkung unterliegt oder in den Niederlanden beziehungsweise Belgien gar nicht verkauft werden darf, wenn Etikett oder Verpackung nicht den Vorschriften in der jeweiligen Landessprache entsprechen, wenn das Konto im dortigen Store vorübergehend deaktiviert ist, oder wenn noch keine Produktdetailseite im jeweiligen Store existiert.
So wird das Angebot aktiviert
Der Weg führt über „Gesamten Lagerbestand verwalten“, dort wird das betroffene Angebot ausgewählt, bearbeitet und unter „Angebote auf anderen Marketplaces verwalten“ für die Niederlande oder Belgien aktiviert. Alternativ lässt sich die internationale Angebotserstellung für die Niederlande automatisiert einrichten. Ein Pflichtlager in den beiden Ländern ist dafür nicht nötig, lokale Gebühren fallen nur an, wenn Lagerbestand aktiv in Deutschland (für die Niederlande) beziehungsweise in Deutschland oder Frankreich (für Belgien) platziert wird.
Unsere Einschätzung
Wer paneuropäischen Versand durch Amazon nutzt, sollte die Angebote in den Niederlanden jetzt prüfen, falls noch nicht geschehen, und die Belgien-Frist im Februar 2027 im Blick behalten.
Ausführlicher besprochen haben wir das Thema in Folge 29 unseres Podcasts. Hört gerne rein.
ECGT-Richtlinie und GARAN-Label: EU-Pflicht für Umweltaussagen bereits in Kraft
Seit dem 27. September 2026 gilt in der EU die Richtlinie zur Stärkung der Verbraucher für den ökologischen Wandel (ECGT). Sie regelt zum einen, welche Umweltaussagen auf Produktseiten noch erlaubt sind, vage Begriffe wie „nachhaltig“ oder unbelegte „klimaneutral“-Aussagen etwa nicht mehr, und bringt zum anderen zwei neue Kennzeichnungen mit: einen automatischen Gewährleistungshinweis für alle EU-Produkte sowie das GARAN-Label für Herstellergarantien über zwei Jahre, das nur erscheint, wenn Marke, Modellnummer und Garantiedauer als Attribute gepflegt sind.
Unsere Einschätzung
Betroffene Angebote sollten jetzt auf unbelegte Umweltaussagen geprüft und Nachweise über das Dashboard Verkäuferleistung beziehungsweise die Compliance-Medien-Attribute nachgereicht werden. Für Produkte mit längerer Herstellergarantie lohnt sich zusätzlich ein Blick auf die drei GARAN-Attribute. Die einzelnen Schritte und eine vollständige Checkliste gibt es in unserem Blogartikel.
Creator Connections: Amazon Indien verknüpft Creator direkt mit Marken-Kampagnen.
White Friday: Frist für Prime-exklusive Preisnachlässe im Nahen Osten.







