75-Zeichen-Titel, visuelle Suche und Premium A+ Content
Produkttitel: 75-Zeichen-Limit ab dem 27. Juli 2026
Ab dem 27. Juli 2026 gilt für Produkttitel in allen Kategorien (mit Ausnahme von Medienprodukten) eine maximale Länge von 75 Zeichen inklusive Leerzeichen. Amazon begründet die Änderung damit, dass Titel auf Mobilgeräten vollständig angezeigt werden sollen und die Zeichenlänge damit an andere Online-Shops angeglichen wird.
Artikel-Highlights als neues Zusatzfeld
Damit Seller trotz des kürzeren Titels weiterhin relevante Informationen kommunizieren können, führt Amazon parallel das neue Feld „Artikel-Highlights" ein. Dieses Feld bietet Platz für bis zu 125 Zeichen und kann genutzt werden, um zusätzliche Produktdetails oder empfohlene Anwendungsfälle zu hinterlegen. Die Inhalte sind vollständig suchbar und werden sowohl in den Suchergebnissen als auch auf den Produktdetailseiten angezeigt und ergänzen somit den Titel sichtbar.
Was passiert, wenn du nichts tust
Hier liegt der entscheidende Punkt: Wer bis zum 27. Juli keine Anpassungen vornimmt, dessen Titel werden von Amazon automatisch durch KI-generierte Empfehlungen ersetzt. Die Angebote bleiben zwar aktiv, aber die Kontrolle über die Formulierung geht verloren. Markeninhaber erhalten dabei 14 Tage Zeit, die automatischen Vorschläge zu prüfen und zu genehmigen. Aus unserer eigenen Erfahrung wissen wir, dass die KI-Empfehlungen von Amazon nicht immer die besten Ergebnisse liefern. Titel können dabei an Präzision, Markenstimme oder Suchrelevanz verlieren, ohne dass es auf den ersten Blick auffällt.
So kannst du jetzt aktiv werden
Die gute Nachricht: Du kannst deine Titel bereits heute anpassen und behältst damit die volle Kontrolle über deine Listings. Der Weg dorthin ist unkompliziert: Unter „Gesamten Lagerbestand verwalten" kannst du einzelne Angebote aufrufen, bearbeiten und über die Funktion „Verbesserungen anzeigen" die KI-Vorschläge von Amazon einsehen. Diese können dir als Ausgangspunkt dienen oder du schreibst die Titel komplett neu und selbst. Die finale Entscheidung über Formulierung und Inhalt sollte auf jeden Fall immer bei dir liegen.
Unser Prompt macht es noch einfacher
Damit du nicht jeden Titel manuell neu denken musst, haben wir einen Prompt entwickelt, der dir die Arbeit abnimmt. Was er kann und wie du ihn einsetzt, zeigen wir dir in unserem Blogartikel:
Weiterbildung und Seminare von REVOIC
Seit Jahren bieten wir regelmäßig verschiedene Seminare rund um das Thema Amazon an: Von BASIC- über ADVANCED-Seminaren bis zu mehrtätigen Advertising-Workshops.
Nun wollen wir unser Programm weiter entwickeln und unser Angebot um neue Formate und Inhalte erweitern.
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Visuell statt textuell: Amazon verändert die Produktsuche
Amazon hat in seine Shopping-App einen KI-Bildgenerator integriert, der die Produktsuche visuell unterstützt. Kunden können Produkte in eigenen Worten beschreiben (z. B.: Farbe, Muster oder Textur) und erhalten in Echtzeit KI-generierte Bilder direkt unterhalb der Suchleiste. Diese Bilder passen sich mit jedem neu eingegebenen Wort an und werden präziser. Wer das passende Bild gefunden hat, kann es antippen und gelangt direkt zu visuell ähnlichen Produkten.
Aktuell steht die Funktion für Bekleidung und Haushaltswaren zur Verfügung, weitere Kategorien sollen folgen.
Neues Feature „Shop by Style"
Parallel zum Bildgenerator hat Amazon das Tool „Shop by Style" eingeführt, das KI-generierte, kaufbare Collagen erstellt und sortiert, z. B. nach Stilkategorien wie „Soft Elegance" oder „Urban Luxe". Kunden können dort kuratierte Produkte direkt kaufen, ähnliche Artikel erkunden oder verschiedene Stile durchstöbern. Das Feature reiht sich in eine Reihe von visuellen Suchfunktionen ein, die Amazon in den letzten Jahren schrittweise ausgebaut hat – darunter Amazon Lens, Visual Suggestions und zuletzt Lens Live, das per KI Produkte in der Kamera erkennt und passende Artikel vorschlägt.
Wichtig zu wissen: Beide Features sind aktuell ausschließlich in den USA verfügbar. Europäische Seller und Kunden können die neuen Funktionen noch nicht nutzen. Allerdings hat Amazon in der Vergangenheit regelmäßig gezeigt, dass erfolgreiche US-Features mit einer gewissen Verzögerung auch in Europa ausgerollt werden.
Was das für Ads und Content bedeuten könnte
Die visuelle Suche verändert grundlegend, wie Produkte gefunden werden – und das könnte direkte Konsequenzen für Listings und Werbestrategie haben. Auf der Content-Seite dürften Hauptbilder noch wichtiger werden: Da die KI Farbe, Textur und Muster zur Bilderstellung und zum visuellen Matching nutzt, liegt die Vermutung nahe, dass Produkte mit hochwertigen, attributreichen Bildern besser ausgespielt werden. Ebenso könnten vollständig gepflegte Backend-Attribute wie Farbe, Material und Muster künftig eine größere Rolle dabei spielen, ob ein Produkt in der visuellen Suche überhaupt erscheint.
Auch im Bereich Ads lässt sich eine mögliche Verschiebung erahnen. Es ist denkbar, dass klassische keyword-basierte Kampagnen langfristig an Bedeutung verlieren, wenn Kunden zunehmend ohne konkrete Suchbegriffe suchen. Sponsored Brands mit starken Hero-Images könnten in diesem Umfeld relevanter werden. Allerdings sind das alles nur Spekulationen – und es bleibt abzuwarten, wie Amazon das Ads-System konkret an die neue Suchumgebung anpassen wird. Wie genau sich das auf Sichtbarkeit und Performance auswirkt, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschließend beurteilen.
Es lohnt sich aber immer, diese Entwicklung im Blick zu behalten und Listings sowie Bildmaterial bereits jetzt so aufzustellen, dass sie für eine visuell orientierte Suche gut gerüstet sind.
Premium A+ Content jetzt für alle Brand-Registered-Seller verfügbar
Amazon hat den Zugang zu Premium A+ Content geöffnet. Bislang waren die erweiterten A+-Module an interne Freigaben und Qualifikationsanforderungen geknüpft. Seit Kurzem können alle Seller mit aktiver Amazon Brand Registry die Premium-Elemente direkt für ihre Produktdetailseiten nutzen – und das ohne zusätzliche Beantragung.
Größere Medienflächen, mehr Wettbewerb
Mit dem offenen Zugang stehen nun größere Medienflächen, Vergleichsmodule und interaktivere Inhalte für alle registrierten Marken zur Verfügung. Besonders im Vorfeld von Traffic-Spitzen wie dem Prime Day bietet sich damit die Möglichkeit, Listings gezielt aufzuwerten. Gleichzeitig steigt der Wettbewerbsdruck: Da mehr Seller hochwertige A+-Layouts einsetzen können, wird Content-Optimierung kurzfristig conversionrelevanter.
Was Seller jetzt tun sollten
Priorität sollten Topseller, Prime-Day-Kandidaten und stark beworbene ASINs haben. Bestehende Standard-A+-Inhalte lassen sich in Premium-Layouts überführen und mit Vergleichstabellen, hochwertigen Bildern und klaren Nutzenargumenten ergänzen. Wichtig dabei: Vor der Umstellung sollten Sessions, Conversion Rate und Retourengründe dokumentiert werden, um nach 14 bis 30 Tagen eine saubere Erfolgsmessung durchführen zu können.
Unser beliebter Roundtable und weitere News-Formate findest du auf unserer Landingpage.
Joybuy öffnet sich für Drittanbieter
Joybuy, die europäische Plattform von JD.com, weitet sein bisheriges Geschäftsmodell aus. Bislang agierte Joybuy ausschließlich als Händler im klassischen 1P-Modell, kaufte Ware selbst ein und verkaufte sie direkt. Künftig sollen auch ausgewählte Drittanbieter ihre Produkte über die Plattform anbieten können – Joybuy bewegt sich damit in Richtung Marktplatz-Modell.
Europäische und chinesische Marken im Fokus
Laut Berichten sollen sowohl europäische als auch chinesische Marken auf die Plattform kommen. Logistisch plant Joybuy dabei kein reines Dropship-Modell: Produkte sollen zumindest teilweise in eigenen Joybuy-Warehouses gelagert und von dort bis zur Haustür ausgeliefert werden. Damit behält die Plattform eine starke Kontrolle über den Fulfillment-Prozess.
Für 2026 setzen wir auf neue Marketing-Kanäle, um euch mit aktuellen Amazon Updates zu versorgen: Unser REVOIC-Podcast kommt jeden Freitag und unser YouTube-Kanal wurden komplett überarbeitet und liefern euch ab sofort regelmäßig frische Inhalte.
Wir freuen uns auf euer Feedback!
Amazon Leo hat mit der Mission LE-03 erstmals 36 Satelliten auf einer einzigen Ariane-6-Rakete gestartet und hat damit den bisher größten Payload in der Geschichte des Projekts.
Amazon launcht KI-Merch-Feature: Mit der neuen Funktion in der Amazon Shopping App können Kunden ab sofort eigene Designs per Texteingabe erstellen lassen und direkt auf T-Shirts, Hoodies oder Tassen bestellen.
Ab dem 1. Juli 2026 entfällt die EU-Zollbefreiung für Sendungen unter 150 €, wodurch pro Artikel eine Pflichtgebühr von 3 € anfällt – und zwar sowohl für FBA- als auch FBM-Sendungen aus Drittländern in die EU.








