Seller Challenge, ASK/D2C Summit und neue Business-Angebote
Abgelehnt? Die Seller Challenge ermöglicht einen zweiten Blick
Wird ein Angebot bei Amazon gesperrt oder eine Verkaufsberechtigung entzogen, lässt sich das über die üblichen Widerspruchswege meist nur einmal anfechten, danach war bisher oft Schluss. Mit der neuen Seller Challenge kommt jetzt eine zusätzliche Prüfstufe hinzu, allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen: Sie steht nur zur Verfügung, wenn die Funktion Schutz der Verkäuferleistung aktiv ist, der Standardwiderspruch bereits erfolglos durchlaufen wurde und es sich um eine von Amazon als berechtigt eingestufte Richtlinien-Entscheidung auf Angebotsebene handelt. Wer diese Voraussetzungen erfüllt, kann bis zu dreimal innerhalb von 180 Tagen eine erneute Überprüfung anfordern.
Ablauf und Fristen
Eingereichte Fälle werden von einem eigenen Team geprüft, das innerhalb von 48 Stunden entscheidet, wobei zusätzliche Unterlagen zur Unterstützung des Falls eingereicht werden können. Wird eine Challenge angenommen, wird die vorherige Entscheidung ungültig und das Angebot reaktiviert. Fehlgeschlagene Challenges werden nach sechs Monaten wieder aufgefüllt, die Möglichkeit zur Überprüfung bleibt also dauerhaft bestehen, wenn auch nicht unbegrenzt oft gleichzeitig.
So lässt sich eine Verkäufer-Challenge beantragen
Ob der Zugriff auf den Schutz der Verkäuferleistung besteht, zeigt das Dashboard Verkäuferleistung anhand des Banners oben rechts. Die Challenge selbst startet über die Seite „Einhalten von Produktrichtlinien": Dort wird zunächst eine Antwort auf das betroffene Problem verfasst. Zählt die jeweilige Durchsetzungsmaßnahme zu den berechtigten, erscheint dabei der Hinweis „Verkäufer-Challenge", über den man zum Einreichungsformular gelangt. Taucht er nicht auf, kommt der Fall dafür nicht infrage.
Unsere Einschätzung
Wer Zugriff auf den Schutz der Verkäuferleistung hat, sollte die Seller Challenge als zusätzliche Eskalationsstufe im Blick behalten, vor allem bei Durchsetzungen, die über die üblichen Widerspruchswege nicht gelöst werden konnten.
ASK/D2C Summit: Premiere in der Fuldaer Orangerie
Der 7. und 8. Oktober 2026 ist ein besonderes Datum: Zum ersten Mal steht der ASK I D2C Summit als eigene Veranstaltung in der Orangerie in Fulda an, nachdem Direct-to-Consumer über Jahre eines der meistdiskutierten Themen auf dem ASK I Amazon Sales Kongress war.
Amazon war für viele Marken der Einstieg in den digitalen Vertrieb, heute geht es um mehr: wie sich ein eigenes D2C-Geschäft aufbauen lässt, wie Online-Shop, Marktplätze und stationärer Handel zusammenspielen, ohne sich gegenseitig ins Gehege zu kommen, und woraus am Ende nachhaltiges Wachstum statt kurzfristiger Spitzen entsteht.
Mit dabei sind unter anderem Stabilo, Kellanova, Freudenberg und Brennenstuhl, die offen über ihre eigenen Entscheidungen, Umwege und Learnings sprechen, ganz ohne Sales-Pitch. Wer mitdiskutieren will statt nur zuzuhören, ist hier richtig, egal ob man D2C schon länger betreibt oder gerade erst strategisch einsteigt.
Das Schöne: Mit dem Code REVOIC-HYBRID gibt es beim Ticket noch einen 15 % Preisvorteil obendrauf. Jetzt Ticket sichern.
Unser beliebter Roundtable und weitere News-Formate findest du auf unserer Landingpage.
Amazon Business-Angebote: neue exklusive Rabatte für Geschäftskunden
Seit dem 31. August 2026 lassen sich über Amazon Business-Angebote exklusive, zeitlich begrenzte B2B-Rabatte erstellen. B2B steht für Business-to-Business, also den Verkauf an Unternehmen statt an Privatpersonen. Verfügbar ist die Funktion unter anderem in Deutschland, den USA, Kanada, Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien, Japan, Mexiko und Australien. Die Angebote laufen zwischen einer Stunde und 30 Tagen, wählbar ist ein fester Preis oder ein prozentualer Rabatt.
Voraussetzungen und Sichtbarkeit
Teilnehmen können Produkte mit mindestens 3,5 Sternen, neuwertigem Zustand sowie passenden Preis- und Verkäuferleistungs-Kennzahlen. Nötig ist außerdem ein Mindestrabatt von 10 % bei regulären Angeboten und 15 % bei High-Velocity-Events wie Prime Big Deal Days, Black Friday oder Cyber Monday. Bis zum 31. Dezember 2026 erhalten die Angebote bei großen Einkaufs-Events zusätzlich ohne Mehrkosten eine verbesserte Sichtbarkeit durch eigene E-Mail- und Push-Kampagnen.
Umsetzung in Seller Central
Zu finden sind Amazon Business-Angebote im Tool Preisnachlässe in Seller Central, für Produkte mit bestehenden Business-Preisen. Der Einstieg erfolgt über Werbeaktionen, dort wird als Zielgruppe Alle Geschäftskunden ausgewählt.
Unsere Einschätzung
Wer regelmäßig Geschäftskunden beliefert, sollte das Format testen, immerhin lassen sich darüber über elf Millionen registrierte Unternehmen weltweit erreichen, ohne dass für die zusätzliche Sichtbarkeit bei großen Events Mehrkosten anfallen.
Wie man das Format strategisch am besten einsetzt, haben wir in unserem REVOIC Roundtable schon live diskutiert, die Aufzeichnung gibt's auf YouTube.
Am 1. Oktober geht's weiter mit unserem Oktober-Roundtable, dann aber live mit dir und Raum für eigene Fragen statt nur Zuschauen: Jetzt kostenlos für den nächsten REVOIC Roundtable anmelden.
Für 2026 setzen wir auf neue Marketing-Kanäle, um euch mit aktuellen Amazon Updates zu versorgen: Unser REVOIC-Podcast kommt jeden zweiten Freitag auf YouTube, Spotify und Apple Podcasts. Freut euch auf regelmäßig frische Inhalte und spannende Deep-Dive-Themen.
Wir freuen uns auf euer Feedback!
Subscribe & Save Dashboard: neue Auswertungen zu Abo-Kunden
Subscribe & Save ist Amazons Abo-Modell, bei dem Kunden Produkte automatisch in einem selbst gewählten Rhythmus geliefert bekommen, meist zu einem Rabatt gegenüber dem Einzelkauf. Amazon hat das dazugehörige Dashboard jetzt um mehrere neue Auswertungen erweitert. Neu sind unter anderem der Customer Lifetime Value nach Segment (Einmalkäufer, Nachbesteller, Abonnenten), der Kundenanteil je Segment, die Verteilung der Subscribe & Save Verkäufe nach Anzahl der Lieferungen sowie eine Aufschlüsselung der couponbasierten Verkäufe nach Subscribe & Save Coupon, Nachbestell-Coupon und Standard-Coupon.
Was die neuen Auswertungen zeigen
Die Aufschlüsselung nach Lieferanzahl (1, 2, 3, 4, 5 und mehr) macht die tatsächliche Retention sichtbar, nicht nur die Anzahl gewonnener Abos. Die Coupon-Aufschlüsselung wiederum trennt Neukundengewinnung von Anreizen, die auf Rückgewinnung oder Nachbestellung zielen, zwei Dinge, die in einer einzigen Coupon-Kennzahl bisher kaum zu unterscheiden waren.
LTV von Nachbestellern und Abonnenten oft ähnlich
Auffällig ist, dass der Customer Lifetime Value von Nachbestellern und Subscribe & Save Kunden häufig nahe beieinander liegt.
Der Unterschied liegt eher in der Reibung: Ein Nachbesteller muss das Produkt erneut suchen, eine Anzeige sehen oder anklicken oder auf einen Coupon reagieren, ein Abonnent nicht, die nächste Bestellung ist bereits terminiert. Ein ähnlicher LTV kann also trotzdem sehr unterschiedliche Kosten pro Folgebestellung bedeuten.
Ring führt TAKE ein und setzt damit einen neuen Branchenstandard für Standardverschlüsselung und Kontrolle.
Schweizer KMU erzielen 2025 über 160 Mio. € Exportumsatz mit Amazon. Erfahre, wie kleine Unternehmen aus der Schweiz über 130 Länder erreichen.
30 Millionen Euro investiert und 19.000 neue Jobs geschaffen: der Amazon Effekt in Italien.








