News von Amazon 2 11/2025

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KI-Revolution und Full-Funnel Strategien im Fokus: Das war die Amazon unboxed 2025

Auch 2025 war die Amazon unBoxed ein Pflichttermin für die internationale Digitalbranche: Mehrere tausend Teilnehmer:innen aus aller Welt kamen vom 10. bis 12. November nach Nashville, um die neuesten Trends und Innovationen rund um Amazon Ads live zu erleben. Zahlreiche Top-Speaker aus Wirtschaft, Technologie und Entertainment präsentierten in Keynotes, Breakouts und Hands-on-Sessions aktuelle Entwicklungen – mit besonderem Fokus auf Künstliche Intelligenz, Full-Funnel-Strategien und die Rolle von Streaming TV als wachsendem Performance-Kanal. Neben einem abwechslungsreichen Programm und Netzwerkgelegenheiten bot das Event einen umfassenden Überblick zur Zukunft der datengetriebenen Markenkommunikation.

Amazon unBoxed 2025

Amazon Ads: KI, Kreativität und Kampagnen neu gedacht

Amazon Ads richtet sich strategisch neu aus und bringt Daten, Kreation und Media stärker zusammen, wobei KI nicht nur Prozesse beschleunigt, sondern kreative Exzellenz und kanalübergreifende Personalisierung für alle Werbetreibenden ermöglicht.

Die neuen Tools stehen jedem offen, doch entscheidend ist jetzt die kluge Nutzung von Insights und die konsequente Umsetzung individueller Strategien. Insbesondere die stärkere Verbindung von Upper- und Lower-Funnel sowie die Öffnung von Streaming-TV als Performance-Kanal schaffen neue Chancen für ganzheitliche, effiziente Kampagnen.

Wichtig ist, die Innovationen nicht nur auszuprobieren, sondern direkt ins operative Geschäft einzubinden und vorhandene Kampagnen auf Effizienz, Personalisierung und Videoinhalte zu überprüfen. Dank Agentic AI und modernen Kreativ- sowie Management-Tools wird Werbung bei Amazon künftig messbarer, relevanter und für alle professionell umsetzbar – die manuelle Optimierung tritt in den Hintergrund.

Die wichtigsten Neuerungen im Überblick

Campaign Manager: Die Werbekonsole von Amazon und die Amazon DSP werden in einer einzigen Plattform zusammengeführt. Dies ermöglicht zentrale Berichterstattung mit standardisierten Metriken für alle Produkte und Konten. Werbetreibende profitieren von 67% schnelleren Kampagnenstarts.

Creative Agent: Ein KI-gestützter Partner, der Brand Stores und Produktseiten analysiert und eigenständig Werbemittel-Konzepte für Display-, Audio- und Streaming-TV entwickelt. Das Tool kann qualitativ hochwertige TV-Spots innerhalb von Tagen statt Wochen produzieren.

Ads Agent: Übernimmt DSP- und AMC-Steuerung, erstellt automatisch Kampagnen und optimiert diese in natürlicher Sprache. Für AMC werden Abfragen und Analysen einfach per Text formuliert, ganz ohne SQL-Kenntnisse.

Full-Funnel-Kampagnen: Ein Tool, das entwickelt wurde, um Full-Funnel-Werbung einfach zu starten und zu verwalten. Es empfiehlt personalisierte Setups über Sponsored Products, Sponsored Brands, Displayanzeigen und Streaming-TV und passt kontinuierlich Budgets und Zielgruppen an.

Sponsored Products Video: Werbetreibende können bis zu fünf Feature-Videos pro Produkt hochladen, die als Thumbnails abhängig von Kundensuche eingeblendet werden. Dies steigert die Klickrate signifikant.

Authenticated Graph: Durch Zusammenarbeit mit wichtigen Branchenakteuren kann Amazon Ads Werbetreibende jetzt mit 90% aller US-amerikanischen Haushalte verbinden.

Amazon unterstreicht, dass KI menschliche Kreativität nicht ersetzt, sondern verstärkt. Die neuen Tools demokratisieren kreative Spitzenleistungen und geben Marken aller Größen Zugang zu Inhalten auf professionellem Niveau.


Amazon monetarisiert die Seller API

Ab Januar 2026 führt Amazon API-Gebühren für Drittanbieter-Entwickler ein. Die Gebührenstruktur umfasst eine jährliche Grundgebühr von 1.400 US-Dollar sowie monatliche Nutzungsgebühren, basierend auf API-Call-Volumen, die ab April 2026 greifen. Dies beendet 16 Jahre kostenlosen Zugang, der 2009 mit Marketplace Web Services begann.

Die Gebühren treffen besonders Inventory-Management-, Repricing- und Analytics-Software, die häufige API-Calls zur Datenaktualisierung benötigen. Software-Anbieter werden gezwungen, entweder Abo-Preise deutlich zu erhöhen oder die API-Call-Frequenz zu reduzieren, was zu weniger aktuellen Daten führt. Dies folgt Amazons etablierten Muster, zunächst Abhängigkeiten im Ökosystem zu schaffen und diese dann zu monetarisieren.

Diese Veränderung betrifft nur Software-Anbieter und keine Seller, die die Daten für sich selbst abfragen und nutzen.


Webinar Nandu AI

Am 3. Dezember ab 15:00 Uhr schauen wir uns gemeinsam mit Nils Zündorf (ex-Factor-A) sein neues Startup Nandu an! Es geht um KI Agenten, die dein Advertising auf das nächste Level bringen.

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Retail-Geschäft schrumpft weiter

In den letzten Jahren ist der Anteil von Amazons Vendor-Geschäft am Gesamtumsatz kontinuierlich gesunken: Vor sieben Jahren lag er noch bei 60%, vor vier Jahren erstmals unter 50%, und heute beträgt er nur noch etwa 40% – Tendenz weiter fallend.

Das Unternehmen generiert den Großteil seiner Einnahmen inzwischen durch Segmente wie Werbung, Gebühren von Drittanbietern, AWS und logistischen Dienstleistungen und Programmen.

Dieser Wandel unterstreicht Amazons Ambitionen, das Vendor-Geschäft weiter zu minimieren und andere Dienstleistungen, wie die Infrastruktur und die Werbung weiter auszubauen.

Das Marktplatz- und Servicegeschäft wächst kontinuierlich und ist für das zukünftige Wachstum sowie die Margen entscheidend, während Retail zwar weiterhin wichtig bleibt, aber nicht mehr das zentrale Geschäftsfeld ist.

Die Zahlen zeigen eindeutig, dass Amazon sein Kerngeschäft immer stärker in Richtung Services verschiebt und der Retail-Bereich (Vendor) an relativer Bedeutung verliert. Für Vendoren hat das mehrere wichtige Folgen:

  • Amazon fokussiert sich weniger auf klassische Einkaufsthemen

  • Services werden stärker in den Vendor-Alltag integriert

  • Vendoren brauchen bessere Profitabilitätsstrategien und alternative Vertriebsstrategien

  • Logistik-Services werden zum Hebel für Performance

  • Marken müssen Amazon zunehmend als Infrastrukturpartner sehen

Das Retail-Geschäft seitens Amazon wird nie verschwinden, aber spielt eine untergeordnetere Rolle im Vergleich zu anderen Geschäftsfeldern. Vendoren sollten daher langfristig denken und zusätzliche Vertriebsstrukturen in Betracht ziehen. Eine Lösung kann eine hybride Struktur mit einem Mix aus Vendor- und Seller-Account sein.

Du hast Interesse daran? Wir beraten dich gerne.


FBA-Empfehlungen rücken in den Fokus

Amazon verschiebt den Hinweis "Registrierungschancen für Versand durch Amazon" innerhalb der Seller-Central-Strukturen. Ab sofort sehen Seller direkt in der Ansicht "Gesamten Lagerbestand verwalten" bis zu 50 täglich wechselnde Empfehlungen.

Die Umstellung ist bereits in Deutschland, Spanien, Frankreich, Italien, Japan, Großbritannien und den USA aktiv.

Bisher mussten Händler für die Empfehlungen eine separate Seite aufrufen. Mit der neuen Integration erscheinen sie jetzt direkt im zentralen Bestands-Tool. Über den Button "Alle Filter" können Seller den Filter "Für den Versand von Amazon empfohlen" finden. Die Umstrukturierung ermöglicht einen schnelleren Überblick über möglicherweise berechtigte Produkte, besonders bei großen Katalogen. Die Neugestaltung dürfte Amazon kurz vor der Peak-Season neue Kundschaft für den eigenen Fulfillment-Service bringen.


Revoic Seminare

Für das Jahr 2026 gibt es neue Seminar-Termine bei uns. Wir bieten euch wie gewohnt 2-tägige Basic und Advanced Seller & Vendor Seminare sowie Advertising Online-Workshops an.

Schau gleich nach und buche dir dein Seminar.


Neue Targeting-Möglichkeiten bei Coupons?

Bereits im vergangenen Monat gab es spannende Berichte und Postings auf LinkedIn zum Thema der neuen Targeting Möglichkeiten bei Coupons, auch wenn diese noch ohne Funktion sind, gibt es erste Überlegungen, wofür diese Audiences nutzbar sein könnten.

Viele Stimmen sind sich einig: Durch den allgemeingültigen Zugang zur Amazon Marketing Cloud für jeden Händler, könnten sich hier neue Möglichkeiten der Analyse und des Targetings ergeben.

Seitens Amazons gibt es hierzu noch keine neuen oder genaueren Informationen.


New Snippets

Amazon investiert in modulare Kernreaktoren: Amazon plant den Bau einer der ersten Small Modular Reactor (SMR) Anlagen in den USA im Bundesstaat Washington, um KI und Cloud-Services mit kohlenstofffreier Kernenergie zu betreiben.

Twitch führt Livestream-Shopping-Anzeigen ein: Amazon integriert shoppable Ads auf Twitch, powered by Amazons Werbeplattform, wobei e.l.f. Cosmetics als erste Marke das native In-Stream-Format testet.

Amazon prüft Einstieg bei Lieferdienst Flink: Das Berliner Start-up Flink verhandelt über eine Investition von unter 100 Millionen Euro, um stärkeres Wachstum zu ermöglichen, wobei Amazon als potenzieller Investor im Gespräch ist.

Project Kuiper wird zu Amazon Leo: Amazon benennt sein Satelliten-Internet-Projekt um, das mittlerweile über 150 Satelliten im Orbit hat und Partnerschaften mit JetBlue, DIRECTV und anderen geschlossen hat.

Amazon startet FBM Ship+ Expressversand: Für chinesische Händler, die nach Europa versenden, ermöglicht das neue Programm schnellere Lieferzeiten ohne zusätzliche Versandkosten durch Cashback-Programme.

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